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"Skizze", Teil1:

     

Der ehrwürdige

Diener Gottes

 

Fr. Baptist Stöger C.  Ss. R.

 

Eine Skizze von

 

P. Adolf Innerkofler

Gekürzte Neu-Auflage

 

 

Der Neu-Auflage zum Geleit

Der verdienstvolle verst. Obmann des Klemens Hofbauer-Komitees, Oberrechnungsrat August Schuhmacher, bat 1936 den bekannten Volksschriftsteller P. Adolf Innerkofler um ein kurzes Lebensbild des ehrw. Dieners Gottes Frater Johann Baptist Stöger, C. Ss. R., gestorben im Rufe der Heiligkeit, 3. Nov. 1883. 

P. Innerkofler hatte seinen Novizenmeister Pater Janauschek oft mit Rührung und Begeisterung erzählen hören von dem braven Laienbruder, der als wahrer Mann des Gebetes, der Arbeit und des Opfers lebte und heiligmäßig starb. P. Janauschek führte die Novizen auch oft hinaus auf den Eggenburger Friedhof zum Grab des Frater Baptist. 

Einige Jahre später wurde der junge P. Innerkofler von dem stocktauben Provinz-Chronisten P. Karl Mader gebeten, mit P. Josef Kraft nach Enzersfeld zu fahren in die Heimat des Frater Baptist und dort von seiner Lieblingsschwester recht viel zu erfragen aus dem Leben ihres frommen Bruders. Ein ganzes Büchlein füllte P. Innerkofler mit Notizen, die dem P. Mader und dem Lebensbeschreiber des Frater Baptist, dem P. Johannes Polifka, wertvolles Material lieferten

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Im Septemberheft des 17. Jahrganges 1951 brachten die "Klemensblätter" mit Zustimmung des Klemens Hofbauer-Komitees aus der bereits vergriffenen Broschüre des P. Innerkofler den Bericht über das gottinnige Leben des Frater Baptist Stöger.  

Aufgemuntert durch Zuschriften will nun das Komitee die Skizze des P. Innerkofler wenig gekürzt, sonst unverändert, neu herausgeben, um die Verehrung dieses treuen Diener Gottes durch Erneuerung seines Andenkens zu fördern. Ist doch gleich vielen anderen im Rufe der Heiligkeit Verstorbenen auch Frater Baptist Stöger noch immer "ein unbekannter Österreicher".  

VERTRAUEN WECKEN möchte dies Schriftchen auf die Hilfe und Fürbitte des Frater Baptist Stöger, besonders bei allen Brust- und Fußleidenden -  war doch Frater Baptist selber damit arg geplagt; dann bei den Bauern und Gärtnern war doch Frater Baptist selber bis zu seinem Eintritt in den Orden mit Freude und Erfolg in der väterlichen Landwirtschaft tätig und dann als Gärtner und als "Regenmacher" in Eggenburg und Umgebung hoch im Ansehen. Katholische Bauern in Holland erbaten und erlangten seine Hilfe für erkrankte Pferde und erklärten launig: "Bruder Baptist gehört zu unseren liebsten Heiligen, denn er versteht etwas vom Vieh!" Da werden wohl seine Landsleute und Standesgenossen in der Heimat ihn mit doppelt zuversichtlichem Vertrauen in ihren vielfältigen Nöten und Sorgen am Mantel seiner Hilfsbereitschaft zupfen dürfen - nur recht kräftig! Nur recht häufig!  

VERTRAUEN WECKEN auf die Fürbitte des Dieners Gottes Frater Baptist soll dies Heftchen be-

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sonders bei der Legion seelisch Leidender, Verängstigter, Verzagter, Verzweifelter. Gerade diese Zagenden, in Seelennot schier Ertrinkenden dürfen mit Recht Zuflucht und Hilfe suchen bei dem kampferprobten Leidgenossen, der oft nur im Kreuz und Weihwasser die Waffen fand im Kampf mit dem Lindwurm der Verzweiflung, der selbst am Sterbetag ihn noch anzufallen wagte.  

VERTRAUEN WECKEN will dies Schriftchen, um den Seligsprechungsprozess des Dieners Gottes Frater Baptist zu fördern. Schon 1898 wurde der damalige Novizenmeister P. Wilhelm Janauschek zum Postulator causae - sozusagen zum Rechtsanwalt des Stöger-Prozesses ernannt. Nach 87 Sitzungen war der bischöfliche Prozess beendet, die 56. Sitzung des apostolischen Prozesses war im Jänner 1923. 880 Folioseiten Akten sandte der eifrige Postulator an die Ritenkongregation. Die wichtigste Förderung des Seligsprechungsprozesses unseres Frater Baptist wären große, auffallende Wunder in hoffnungslosen Fällen! 

Erlangte Hilfe möge man aus Dankbarkeit ausführlich berichten an das Provinzialat der Redemptoristen, Wien I, Salvatorgasse 12.

Nun wünscht dem Stöger-Heftchen gute Fahrt und freundliche Aufnahme, den Lesern felsenfestes Vertrauen und kräftige Hilfe das

                                   St. Klemens Hofbauer-Komitee

Wien I, Salvatorgasse 12,

6. Jänner 1952.

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